Den eigenen Blick erweitern

Neue Literatur aus Afrika kann dazu beitragen, ein authentisches Afrikabild zu vermitteln, das anders als Katastrophenberichte oder exotische Traumbilder der Realität der Menschen in diesem riesigen Kontinent gerecht wird. Auch aktuelle Herausforderungen wie Aids oder das Flüchtlingsproblem werden über Literatur kompetent und hautnah vermittelt.

Unsere Mitglieder empfehlen folgende Bücher, die ihnen besonders gut gefallen haben:
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Hörbuch-Edition „Afrika erzählt“

SCALA Z Media GmbH, München 2007. Vertrieb: steinbach sprechende bücher.
Jedes Hörbuch umfasst jeweils vier bis fünf CDs. 19,99 EUR.
Das Hörbuch „Antilopenmond“ mit Gedichten und Musik enthält 1 CD. 9,99 EUR.

Die afrikanische Literatur ist eng mit den oralen Traditionen des Kontinents verbunden, viele zeitgenössische Autoren greifen dieses Erbe in ihrer Erzählweise auf. Es liegt nun eine grafisch gut gestaltete Hörbuch-Edition vor, die mit offensiver Strategie die Schätze Afrikas präsentiert. Je nach Interesse können unterschiedliche Themen und Autoren ausgewählt werden. Durch die Kunst des Vorlesens verleihen renommierte Sprecherinnen und Sprecher den Texten eine Präsenz, die weit über den Genuss eines selbst gelesenen Buches hinausgeht.
Ausschnitte der Hörbücher eignen sich übrigens auch hervorragend für den Einsatz im Unterricht – besonders in Politik, Deutsch oder in den Sozialwissenschaften.
Zur Rezension von Regina Riepe

Chinua Achebe
Wie man unsere Namen schreibt.
Essays

S. Fischer Verlag Frankfurt am Main, 2015
169 Seiten, 19,99 EUR

Eine Zusammenstellung der teils autobiographischen, teils literarischen und politischen Essays des 2013 verstorbenen großen nigerianischen Autors Chinua Achebe

Zur Rezension von Peter Meyns

Chinua Achebe
Alles zerfällt
Vorwort von Chimamanda Ngozi Adichie

S. Fischer Verlag Frankfurt, 2012
Gebunden, 238 Seiten, 19,99 EUR

Zeit, mal wieder zu einem Klassiker zu greifen! Chinua Achebes Roman „Alles zerfällt“ ist 2012 völlig neu übersetzt worden und begeistert nun alle, die sich für Afrika und für große Literatur interessieren.
Zur Rezension von Regina Riepe

José Eduardo Agualusa
Barroco Tropical

A1 Verlag, München 2011
Gebunden, 336 Seiten, 22,80 EUR

Barroco Tropical – Tropisches Barock – der Titel des neuesten Romans von Agualusa nimmt Bezug auf ein portugiesisches Lied und ist gleichzeitig eine Umschreibung des Lebens in der angolanischen Hauptstadt Luanda. Mit seiner Sprachkraft und einer vielschichtigen Handlung ist er ein großes Werk der modernen Weltliteratur aus Afrika.
Zur Rezension von Regina Riepe

José Eduardo Agualusa
Das Lachen des Geckos

A1 Verlag, München 2015
Gebunden, 184 Seiten, 17,80 EUR

Agualusas neuer Roman ist eine spannende und poetische Reise in das heutige Angola, ein literarisches Meisterwerk mit politischem Hintergrund.
Zur Rezension von Regina Riepe

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Georges Anglade
Und wenn Haiti den USA den Krieg erklärt

Litradukt Literatureditionen Peter Trier, Kehl, 2007.
Taschenbuch, 100 Seiten, 9,80 EUR.

In der Form der Lodyans – einer humoristisch-satirischen Erzählung, die typisch für Haiti ist – steht diese köstliche Satire von Georges Anglade, einem ehemaligen Minister und bedeutenden Literaten Haitis, der beim Erdbeben im Januar 2010 ums Leben gekommen ist. Sie führt uns in das Haiti des Jahres 2003. Die Amerikaner sind gerade in den Irak einmarschiert und proklamieren – nach nur 10 Tagen – ihren Sieg. Natürlich ahnt damals noch niemand, was auf die USA im Irak zukommen wird … Am 29. März 2003 also sitzt eine kleine konspirative Truppe von Haitianern zusammen und sieht voller Neid die Möglichkeiten, die sich im Irak ergeben: Die USA werden Wiederaufbauprogramme starten, Straßen und Brücken bauen, neue Krankenhäuser und Schulen. Welch ein Glücksfall wäre so etwas für das von aller Welt vergessene Haiti!
Zur Rezension von Regina Riepe

Geheimauftrag in Wologizi
Sefi Atta
It's my Turn

Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2010.
Gebunden, 270 Seiten, 19,90 EUR.

Zweifellos hatte der Chef die Ohrfeige verdient, die ihm seine Sekretärin Rose in aller Öffentlichkeit verabreichte! Geschadet hat sie allerdings nur Rose, die ihren Job verliert. In der Hierarchie der korrupten Bankmitarbeiter ist eine Sekretärin schutzlos den Belästigungen der Chefs und dem Tratsch der Kolleginnen ausgeliefert. Solidarität unter Frauen? Träum’ weiter ...
Zur Rezension von Regina Riepe

Geheimauftrag in Wologizi
Sefi Atta
Hagel auf Zamfara
Stories

Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2012
Gebunden, 380 Seiten, 22 EUR

Einen Einblick in die Vielfalt des riesigen und chaotischen Landes Nigeria gibt das neue Buch von Sefi Atta.
Zur Rezension von Regina Riepe

Geheimauftrag in Wologizi
Sefi Atta
Nur ein Teil von dir

Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2013
Gebunden, 348 Seiten Preis: 22 EUR

Sefi Atta erzählt in ihrem neuesten Roman vom Zwiespalt einer erfolgreichen Frau in unserer modernen Welt, die in London wie in Lagos Lebensentwürfe möglich macht, deren Umsetzung allerdings viel Kraft erfordert. Ein gut geschriebener Roman – man muss keine Nigerianerin sein, um sich mit Deola zu identifizieren und die Frage nach der eigenen „Zugehörigkeit“ zu stellen.
Zur Rezension von Regina Riepe

Ellen Banda-Aaku
Patchwork


Verlag Das Wunderhorn: Heidelberg 2014.
Gebunden, 214 Seiten, 24,80 EUR.

Lebhaft und einfühlsam dargestellte Lebenserfahrungen dreier Frauen, eingebettet in eine gesellschaftskritische Sichtweise – Ellen Banda-Aakus neuer Roman Patchwork erzählt aus Sambia.

Rezension von Peter Meyns

Imraan Coovadia
Gezeitenwechsel

Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2011
Reihe für zeitgenössische afrikanische Literatur „Afrika-Wunderhorn“
Gebunden, 284 Seiten, 24,80 EUR

Kein Actionkrimi, sondern eine leise, bestechende Erzählung ist dieser Roman um den Tod eines bekannten indischstämmigen Arztes im heutigen Südafrika.

Zur Rezension von Regina Riepe

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Mia Couto
Unter dem Frangipanibaum

Unionsverlag, Zürich 2007.
Taschenbuch, 154 Seiten, 8,90 EUR

Wer nach den ersten Seiten von Mia Coutos Roman glaubt, es handele sich um eine mystische Erzählung von Toten, die keine Ruhe finden, von afrikanischen Träumen und Traditionen, der wird bald eines besseren belehrt. Es geht um Mord! Ein Krimi also? So einfach lässt sich der tiefgründige, bis zur letzten Seite spannende Roman des großen Autors aus Mozambik nicht einordnen. Als ob das Leben – und vor allem das Leben in Afrika – sich nur auf einer Realitätsebene abspielen würde!
Zur Rezension von Regina Riepe

Mia Couto
Das schlafwandelnde Land

Unionsverlag, Zürich 2014.
Taschenbuch, 240 Seiten, 11,95 EUR

Ein sprachgewaltige, fantastische Geschichte aus Mosambik von Mia Couto, dem herausragenden Schriftsteller des portugiesischsprachigen Afrika.
Zur Rezension von Regina Riepe

Mia Couto
Das Geständnis der Löwin


Unionsverlag, Zürich 2014.
Gebunden, 272 Seiten, 19,95 EUR

Der neue Roman von Mia Couto führt die Leser in ein Dorf, das von menschenfressenden Löwen terrorisiert wird. Doch das wahre Abenteuer liegt nicht auf der Ebene der Jagd, es findet in den Beziehungen der Menschen statt.
Zur Rezension von Regina Riepe

Geheimauftrag in Wologizi
Emmanuel Dongala
Gruppenfoto am Ufer des Flusses

Aus dem Französischen übertragen von Giovanna Waeckerlin-Induni.
Peter Hammer Verlag, Wuppertal
Gebunden, 342 Seiten, 22,00 EUR

Noch hat der Widerstand kein Gesicht, wenn wir auf das Cover schauen. Eine Handvoll Frauen verdingen sich als Steineklopferinnen. Aus großen Brocken werden mit dem Hammer kleine gemacht, passend für den Straßenbau. Sackweise verkaufen sie ihre Produkte und verdienen im wahrsten Wortsinne wenig Schotter. Als sie erfahren, dass der Flughafenneubau die Steinpreise nach oben treibt und nur sie leer ausgehen, erwacht in ihnen der Funke der Rebellion.
Zur Rezension von Georg Leifels

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Aminatta Forna
Abies Steine

BV Berlinverlag, Berlin 2007
Gebunden, 416 Seiten, 22,90 EUR.

„In Afrika wird die Erinnerung in Geschichten verwahrt, sicher vor Bränden, Überschwemmungen und Krieg. Sie wartet auf den Moment, bis jemand kommt, der bereit ist zuzuhören“. Dieser Moment ist gekommen, als Abie im Dorf ihrer Kindheit steht, auf der Kaffeeplantage ihres Großvaters, die jetzt ihr gehören soll. Eigentlich fühlte sich die junge Frau in London zu Hause, weit weg vom Chaos und Elend ihres afrikanischen Heimatlandes Sierra Leone. Doch nun ist sie hier, bereit, die Verantwortung für die Kaffeeplantage zu übernehmen.
Zur Rezension von Regina Riepe

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Amadou Hampâté Bâ
Die Kröte, der Marabut und der Storch
und andere Geschichten aus der Savanne

Peter Hammer Verlag, 2013
Gebunden, 127 Seiten mit s7W-Illustrationen von Juliane Steinbach, 18,90 EUR


Mali ist aus den Schlagzeilen nicht mehr wegzudenken: Zerstörung, Islamisten, Wüstenkrieg lauten die Stichworte. Sie umschreiben vielleicht die aktuelle Situation im umkämpften Norden des Landes, nicht jedoch die alte Kultur in dieser Region Afrikas. Die Märchensammlung des großen Schriftstellers Amadou Hampâté Bâ gibt hier einen Einblick in die westafrikanischen Traditionen eines toleranten Zusammenlebens.
Zur Rezension von Regina Riepe

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Tendai Huchu
Der Friseur von Harare

Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2011
Gebunden, 300 Seiten, 19,90 EUR

Im Frisiersalon von Mrs. Khumalo trifft sich alles, was Rang und Namen hat in Harare. Sogar die Ministerin schaut regelmäßig vorbei, um sich die Haare machen zu lassen – natürlich nur von Vindai, die mit ihren 26 Jahren die beste Friseurin der Stadt ist. Bis Dumisani kommt und sich vorstellt, ein charmanter junger Mann mit begnadeten Fähigkeiten als Friseur. Er schafft es, dass jede Frau sich schön und anerkannt fühlt und so dreht sich im Frisiersalon von Mrs. Khumalo bald alles nur noch um ihn.
Der Alltag in Harare wird mit Leichtigkeit und Witz geschildert. Wer sich je fragt, wie die Menschen in Harare mit Stromausfall, Nahrungsmittelknappheit und einer wahnwitzigen Inflation überleben können – hier findet er die Antwort.
Zur Rezension von Regina Riepe

Tendai Huchu
Maestro, Magistrat und Mathematiker

Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2016
Gebunden. 384 Seiten, 26 EUR

Ein raffiniert konstruierter Roman mit politischem Hintergrund über die Schicksale von drei Männern aus Zimbabwe
Zur Rezension von Regina Riepe

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Samson Kambalu
Jive Talker

Unionsverlag, Zürich 2010
Gebunden, 320 Seiten, 19,90 EUR.

Diese autobiographische Erzählung ist ein Schelmenroman voller hintergründigem Humor. Im „finsteren Afrika“ der sechziger Jahre geht es zwar drunter und drüber, doch Samson bleibt bei allen Turbulenzen oben. Liegt das an seinem exzentrischen Vater, der immer mehr dem Bier „Jive“ verfällt? Und mit all seinem Wissen und seiner philosophischen Überheblichkeit zum „Jive Talker“ wird, einem Slangwort für Lügenerzähler? Doch wer in diesem verrückten Haushalt groß wird und mit seinem besten Freund in alten Zisternen „Atombunker“ spielt, der ist fürs Leben verdorben – oder auf alles vorbereitet.
Zur Rezension von Regina Riepe

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Yanick Lahens
Tanz der Ahnen

Rotpunktverlag, Zürich 2004.
Gebunden, 160 Seiten, 17 EUR.

Die kleine Alice Bienaimé wächst behütet in einer schwarzen Mittelschichtfamilie heran. Im Haiti der dreißiger und vieriger Jahre ist die Kultur der Weißen das Maß aller Dinge. Auch wenn die mütterliche schwarze Haushälterin Man Bo ihr alte afro-karibischen Geschichten erzählt, so besteht sie doch darauf, dass das Mädchen sich die Nase mit einer Wäscheklammer zuklemmt, damit diese schön schmal wird. „Du willst doch später einen reichen „hellen“ Ehemann finden!“ Nur der freiheitsliebende Freundeskreis ihres jungen Onkels Héraclès vermittelt Alice neue Ideen und kämpft für einen gesellschaftlichen Aufbruch.
Zur Rezension von Regina Riepe

Niq Mhlongo
Way Back Home

Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2015
280 Seiten, 24,80 EUR

Spannende Geschichte aus dem Alltag Südafrikas nach der Apartheit.

Zur Rezension von Peter Meyns

Tierno Monénembo
Kubas Hähne krähen um Mitternacht

Peter Hammer Verlag 2016
182 Seiten, gebunden, 22 EUR

Vom Lebensgefühl in Havanna und von kriminellen Machenschaften - der neue Roman von Tierno Monénembo

Zur Rezension von Regina Riepe

Meja Mwangi
Rafiki

Peter Hammer Verlag
Wuppertal, 2014
Gebunden, 320 Seiten, 22,00 EUR

Eine Komödie voller skurriler Persönlichkeiten in einer maroden Stadt! Meja Mwangis neuer Roman portraitiert die kenianische Gesellschaft mit treffsicherem, boshaften Humor.
Zur Rezension von Regina Riepe

Fiston Mwanza Mujila
Tram 83

Ein sprachgewaltiger Roman führt in die Abgründe des Lebens im Kongo.

Zur Rezension von Regina Riepe

Sifiso Mozobe
Young Blood

Peter Hammer Verlag
Wuppertal, 2015
Gebunden 264 Seiten Preis: 22,00 EUR
Auch für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet

Spannende Geschichte vom Erwachsenwerden in einem Township, geschrieben von einem jungen südafrikanischen Autor.
Zur Rezension von Regina Riepe

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Patrice Nganang
Hundezeiten

Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2003.
Gebunden, 294 Seiten, 19,90 EUR

Auch als Hörbuch in der Reihe „Afrika erzählt“ erhältlich bei steinbach sprechende bücher

Eine afrikanische Stadt – aus der Sicht eines Kneipenhundes

Dieses Buch ist eine wirkliche Überraschung! Denn aus der Perspektive eines Kneipenhundes hat noch niemand das Leben in einer modernen afrikanischen Stadt geschildert. Entlarvend und amüsant zugleich beschreibt er den Alltag der Menschen in Kameruns Hauptstadt Yaoundé. Selten fand ich den Prototyp des Beamten so treffend geschildert, das Verhalten der flotten Mädchen in den Vororten der Hauptstand so genau beobachtet.
Zur Rezension von Regina Riepe

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Patrice Nganang
Der Schatten des Sultans

Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2012.
Gebunden, 494 Seiten, 26,00 EUR

Der neue Roman von Patrice Nganang, bekannt durch „Hundezeiten“, ist ein wahrer Schmöker, eine gelungene Verbindung von historischem Wissen und faszinierenden Lebensgeschichten.
Nicht nur für Afrika-Begeisterte ein ideales Weihnachtsgeschenk.
Zur Rezension von Regina Riepe

Chigozie Obioma,
Der dunkle Fluss.

Aufbau-Verlag, Berlin 2015
313 Seiten, 19,95 EUR

Tiefgründige Geschichte des Zerfalls einer gutsituierten nigerianischen Familie.

Zur Rezension von Peter Meyns

Ondjaki
Die Durchsichtigen

Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2015
348 Seiten, 24,80 EUR

Der neue Roman des angolanischen Schriftstellers Ondjaki erzählt vom Leben in Luanda unter der uneingeschränkten Herrschaft der Partei.

Zur Rezension von Peter Meyns

Nii Parkes
Die Spur des Bienenfressers

Unionsverlag, Zürich 2010.
244 Seiten, 16,90 EUR.

Zwischen Gerichtsmedizin und Zauberei – ein Krimi aus Ghana
In einem Dorf im Hinterland von Ghana ist der Kakaobauer Kofi Atta verschwunden, was niemanden so recht beunruhigt. Erst als die Geliebte des Ministers ihn besuchen will und statt Kofi Atta in dessen Hütte ein seltsames blutiges „Etwas“ findet, voller Fliegen und Maden, ist die Hölle los.
Zur Rezension von Regina Riepe

Hermann Schulz
Die Nacht von Dar es Salaam

Brandes & Apsel 2014
Paperback 194 Seiten, 19,90 EUR

Der neue Roman von Hermann Schulz erzählt ein Stück Missions- und Kolonialgeschichte in Ostafrika.
Zur Rezension von Regina Riepe

Geheimauftrag in Wologizi
Vamba Sherif
Geheimauftrag in Wologizi

Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2009.
Gebunden, 180 Seiten, 19,90 EUR.

Wologizi, eine nicht näher lokalisierte afrikanische Grenzstadt im waldigen Buschland, birgt mehr als ein Geheimnis. Als William Mawolo aus der Hauptstadt eintrifft, ahnt nach kurzer Zeit jeder der Bewohner, was er eigentlich vorhat: Im Auftrag des Präsidenten will er das Verschwinden des gefürchteten Kommandanten Tetese untersuchen.
Spannend wie ein Krimi zeigt die Erzählung beklemmende Sozialstrukturen auf, wie sie das Leben unter der Gewalt der Milizen hervorbringt, Strukturen, die keine Außenseiter und keine Fremden dulden.
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Ngugi wa Thiong’o
Träume in Zeiten des Krieges
Eine Kindheit

A1 Verlag, München 2010
Gebunden, 264 Seiten, 22,80 EUR

Eine Kindheit in Kenia während der Unabhängigkeitskämpfe

Wie gradlinig erscheint doch eine Kindheit in Deutschland gegenüber dem Leben von Ngugi wa Thiong’o, der 1938 in Kenia im ländlichen Limuru geboren wurde. Es macht den Reiz dieses Buches aus, dass geschichtliche Ereignisse wie der Mau-Mau Aufstand und persönliche Erfahrung miteinander verbunden werden. „An sich selbst zu glauben ist wichtiger als endlose Zweifel daran, was andere von dir halten“. Diese Erkenntnis gewinnt der Junge, der sich zwischen der Moderne – verkörpert durch die Schule und die Kolonialregierung und den Traditionen wie Initiation, Leben in einer polygamen Familie und den Überlieferungen der Kikuyu bewegen muss.
Zur Rezension von Regina Riepe

Ngugi wa Thiong’o
Herr der Krähen

A1Verlag, München 2011
944 Seiten, 29,90 EUR

In diesem fulminanten Roman entfaltet Ngugi wa Thiong’o auf über 900 Seiten eine phantastische Geschichte von Maßlosigkeit und unvorstellbaren Wirren in einem fiktiven afrikanischen Land, die zugleich auch als Realsatire der nachkolonialen Wirklichkeit mancher Staaten in Afrika gelesen werden kann.

Zur Rezension von Peter Meyns

Ngugi wa Thiong’o
Im Haus des Hüters
Jugendjahre

A1Verlag, München 2013
256 Seiten, gebunden, 19,90 EUR

Ein Leben wie in einem Roman. Im zweiten Band seiner Lebenserinnerungen erzählt Ngugi wa Thiong’o von seinem Erwachsenwerden im Kenia der Mau-Mau Aufstände.

Zur Rezension von Regina Riepe

Ngugi wa Thiong’o
Geburt eines Traumwebers – Zeit des Aufbruchs


A1Verlag, 2016
Gebunden, 240 Seiten, 19,90 EUR

Zeit des Aufbruchs im kolonialen Ostafrika – der dritte Band der Autobiographie von Ngugi wa Thiong’o ist erschienen.

Zur Rezension von Regina Riepe

Binyavanga Wainaina
Eines Tages werde ich über diesen Ort schreiben
Erinnerungen

Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2013
Reihe Afrikawunderhorn

Keine Biographie im klassischen Sinne, kein Bericht über die Entwicklung der kenianischen Gesellschaft in den letzten dreißig Jahren, sondern „Erinnerungen“, die sensible Beschreibung von Orten, Menschen und Stimmungen – das Buch von Binyavanga Wainaina ist überaus lesenswert.

Zur Rezension von Regina Riepe

Alain Mabanckou
Zerbrochenes Glas


Verlagsbuchhandlung Liebeskind, München, 2013
Gebunden mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 18,90 EUR

Der neueste Roman von Alain Mabanckou nimmt seine Leser mit in eine Bar, so wie es sie in jeder beliebigen afrikanischen Großstadt gibt. Voller Selbstironie erzählt der Autor die Lebensgeschichten der dort Gestrandeten und Geschichten des Scheiterns, die gleichzeitig von einem unglaublichen Überlebenswillen zeugen.

Zur Rezension von Regina Riepe

Ivan Vladislavic
Double Negative

A1 Verlag, München 2015
252 Seiten, gebunden, 19,80 EUR

Menschen und Momente in Südafrika, vor und nach der Apartheid – brillant geschrieben vom südafrikanischen Autor Ivan Vladislavic.

Zur Rezension von Regina Riepe